Wir unterstützen das Positionspapier: Kindeswohl in der Klimakrise – achten, schützen, gewährleisten
Über 80 Organisationen fordern, das Kindeswohl zum Maßstab der Klimapolitik zu machen
Kinder und Jugendliche sind von den Folgen der Klimakrise besonders betroffen und zugleich diejenigen, die am längsten mit ihren Auswirkungen leben müssen. Hitze, Luftverschmutzung und Extremwetterereignisse gefährden ihre körperliche und psychische Gesundheit und wirken sich unmittelbar auf ihre Lebenswelten aus.
Deshalb unterstützt unser Netzwerk das gemeinsame Positionspapier „Kindeswohl in der Klimakrise – achten, schützen, gewährleisten“. Insgesamt haben sich 81 Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Zivilgesellschaft der gemeinsamen Forderung angeschlossen, das Kindeswohl konsequent zum Maßstab von Klimaschutz und Klimaanpassung zu machen.
Besonders wichtig ist uns dabei: Klimapolitik muss die Rechte, die Gesundheit und die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen konsequent berücksichtigen. Unser Netzwerk hat das Positionspapier unterzeichnet. Darüber hinaus haben mehrere unserer Mitglieder aktiv an seiner Erarbeitung und fachlichen Ausgestaltung mitgewirkt.
Drei zentrale Forderungen:
- Klimaschutz konsequent umsetzen: Die Klimakrise muss wirksam begrenzt werden, um die gesundheitlichen und sozialen Folgen für heutige und kommende Generationen zu reduzieren.
- Klimaanpassung kindgerecht gestalten: Kinder und Jugendliche brauchen sichere, gesunde und klimaresiliente Lebensräume. Dazu gehören unter anderem verbindliche Hitzeschutzkonzepte für Kitas und Schulen.
- Kinder und Jugendliche verbindlich beteiligen: Junge Menschen müssen bei Entscheidungen, die ihre Gegenwart und Zukunft betreffen, angemessen und wirksam beteiligt werden.
Gesundheit und Kindeswohl gehören ins Zentrum der Klimapolitik
Die Klimakrise ist längst auch eine Gesundheitskrise. Gerade Kinder befinden sich noch in körperlicher und psychischer Entwicklung und reagieren besonders empfindlich auf Hitze, Luftschadstoffe und andere Umweltbelastungen. Gleichzeitig können klimabedingte Veränderungen und Krisen auch die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen beeinträchtigen.
Aus unserer Sicht folgt daraus eine klare gesellschaftliche Verantwortung: Kinder und Jugendliche müssen vor den gesundheitlichen Folgen der Klimakrise geschützt werden und bei der Gestaltung ihrer Zukunft mitreden können.
Mit der Unterstützung des Positionspapiers setzen wir gemeinsam mit den weiteren unterzeichnenden Organisationen ein Zeichen dafür, dass Kindeswohl, Gesundheit, Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen gedacht werden müssen.

