Caritas-Präsidentin Eva Welskopp-Deffaa zu Gast beim Jugendhilfeverbund St. Elisabeth

Wie kann eine sozial-ökologisch gerechte und zukunftsfähige Kinder- und Jugendhilfe konkret aussehen? Und was braucht es, damit nachhaltige Veränderung vor Ort gelingen kann? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs von Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa beim Jugendhilfeverbund St. Elisabeth in Fulda-Maberzell.

Auf ihrer Sommerreise durch verschiedene Einrichtungen der Caritas im Bistum Fulda informierte sich Eva Welskop-Deffaa über die Arbeit des Jugendhilfeverbunds und tauschte sich mit den Verantwortlichen über die aktuelle Situation in der Kinder- und Jugendhilfe sowie über Nachhaltigkeit und Klimaschutz aus.

Für uns als Netzwerk ist dieser Austausch besonders wertvoll: Der Jugendhilfeverbund St. Elisabeth zeigt ganz konkret, was möglich ist und wie sozial-ökologische Transformation in der Kinder- und Jugendhilfe praktisch umgesetzt werden kann. Bei einem Rundgang und im Gespräch mit einer Jugendlichen erhielten die Gäste Einblicke in die Einrichtung und ihre Nachhaltigkeitsarbeit. Einrichtungsleiter Christof Schneider stellte unter anderem den Einsatz von Photovoltaik vor.

Auch ein gemeinsames Projekt mit dem Altenpflegeheim St. Josef macht deutlich, wie Nachhaltigkeit im Alltag und über Generationen hinweg gestaltet werden kann. Im Juni hatten Kinder und Jugendliche aus den Wohngruppen von St. Elisabeth dort 150 herkömmliche Wasser-Perlatoren gegen wassersparende Varianten ausgetauscht. Beim Besuch von Eva Welskop-Deffaa wurden gemeinsam weitere Perlatoren getauscht. Damit wird das Motto der aktuellen Caritas-Jahreskampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ ganz praktisch gelebt.

Gleichzeitig macht der Austausch deutlich: Damit solche Beispiele Schule machen und Transformation flächendeckend gelingen kann, braucht es die entsprechenden politischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Eva Welskop-Deffaa betonte, dass Kinder vor Umwelt- und Klimarisiken geschützt werden müssen, als Teil ihrer Kinderrechte. Zugleich forderte sie die Politik auf, die notwendigen Voraussetzungen für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen. Dafür braucht es engagierte Träger und Einrichtungen vor Ort, aber ebenso starke Wohlfahrtsverbände und politische Unterstützung, die die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.

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