Erstes Netzwerktreffen im Caritas-Jugendhilfezentrum Schnaittach im September 2025

Auftakt und Kennenlernen

Am 29. September 2025 fand das erste Netzwerktreffen der Gründungsmitglieder im Jugendhilfezentrum Schnaittach statt. Einrichtungsleiter Willibald Neumeyer empfang Christoph Schneider und Anne Zyzik vom Jugendhilfeverbund St. Elisabeth, Martin Kohnen von der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz, Elmar Schäfer und Patricia Münstermann von der Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH und Catja Teicher vom BVkE. Das persönliche Zusammenkommen vor Ort markierte für unser Netzwerk einen wichtigen Auftakt für die zukünftige Zusammenarbeit und bot Raum für Austausch, Kennenlernen und strategische Abstimmungen.

Einblicke in die Praxis
Neben der Vorstellung vielfältiger Best-Practice-Beispielen im Bereich nachhaltige achhaltige Haushaltsführung und Ernährung zusammen mit pädagogischen Mitarbeiter:innen der Einrichtung standen auch Managementthemen wie Nutzung und Erzeugung erneuerbarer Energien, Klimaanpassung durch Entsiegelungs- und Beschattungsflächen, nachhaltige Mobilität sowie die ökologische Aufwertung des Geländes durch Streuobst im Vordergrund. Ein gemeinsames vegetarisches Mittagessen unterstrich die gastfreundliche Atmosphäre und förderten den Austausch zu nachhaltiger Praxis und konkreten Projekten

Netzwerkziele und Struktur
Im Fokus des Treffens standen zudem die Abstimmung der Netzwerkstrukturen und die inhaltliche Ausrichtung der Zusammenarbeit. Diskutiert wurden ein gemeinsamer Auftritt, die Zielsetzung des Netzwerks, mögliche gemeinsame Projekte sowie Ansätze der Lobbyarbeit. Darüber hinaus wurden erste Zuständigkeiten, unter anderem für die Entwicklung und Pflege einer gemeinsamen Website, festgelegt. Ein gemeinsames Verständnis wurde darin deutlich, dass Jugendhilfeeinrichtungen, die sich nicht aktiv mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen, langfristig an Glaubwürdigkeit verlieren. Das Netzwerk setzt daher auf den Austausch und die Sichtbarmachung erprobter Modelle, um Wissen zu teilen und dem Thema mehr Raum und Öffentlichkeit zu geben.

Herausforderungen der Nachhaltigkeitstransformation
Zudem wurden Gemeinsamkeiten sowie zentrale Herausforderungen auf dem Weg der Nachhaltigkeitstransformation offen geteilt und diskutiert. Deutlich wurde dabei ein Spannungsfeld zwischen notwendigen Managemententscheidungen und partizipativen Prozessen: Einerseits braucht es klare strategische Vorgaben und Kommunikation auf Leitungsebene – etwa zu Themen wie Hitzeschutz, Hochwasservorsorge, Solarenergie, Gesundheit der Mitarbeitenden, Selbstfürsorge sowie Transformationsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft. Andererseits ist es ebenso wichtig, das Thema Nachhaltigkeit im Alltag von Kindern und Mitarbeitenden präsent zu halten und niedrigschwellig zu verankern. Auch die Personalfrage wurde als zentral benannt: Es braucht engagierte Personen mit besonderem Interesse am Thema, die entsprechende Freiräume erhalten, um Nachhaltigkeit innerhalb der Einrichtungen voranzubringen.

Ausblick 2026

Für das Jahr 2026 wurden erste konkrete Schritte vereinbart: Das Netzwerk soll mit drei gemeinsamen Aktionen starten. Ein zentrales Vorhaben war der Aufbau dieses gemeinsamen Webauftritts, um Kontaktdaten, Best-Practice-Beispiele und weiterführende Informationen zu bündeln und Grundlage für Beratungsleistungen bieten zu können. Das Treffen bildete damit eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit und die gemeinsame Gestaltung der Nachhaltigkeitstransformation.

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